Wie man eine Handyhülle aus Gummi herstellt

Zehn Jahre später, mit dem Aufkommen von Smartphones, erlebte die Welt einen regelrechten Boom, und sie verdrängten die ursprünglichen Tastenhandys. Neben der grundlegenden Schutzfunktion von Silikon bieten Handyhüllen heute auch mehr künstlerische und ästhetische Möglichkeiten, insbesondere in Bezug auf Formdesign, Farbauswahl und Druckmuster. Diese Designinnovationen werden durch Fortschritte in der Formverarbeitung oder Oberflächentechnologie für Silikonhüllen ermöglicht. Wissen Sie, wie Silikon-Handyhüllen hergestellt werden?

Zunächst wird die Gummimischung hergestellt, bei der Farbleim in verschiedenen Farben hinzugefügt wird, um die gewünschte Produktfarbe zu erzielen. Nachdem das Produkt durch Hochtemperatur- und hydraulisches Formen seine Form erhalten hat, kann es durch Sprühen, Siebdruck, Tampondruck, Heißsiegeln, Spritzgießen, Thermotransfer und andere Verfahren veredelt werden, um die Struktur zu gestalten.

1. Materialien vorbereiten

Eine Silikon-Handyhülle besteht aus Silikon, einem durchscheinenden Material, das sich wie Knete nach längerem Spielen anfühlt. Um eine farbige Handyhülle herzustellen, muss dem Silikon Farbpigmente, sogenannte Farbmasterbatches (Farbpasten), beigemischt werden. Reicht die reine Zugabe von Farbmasterbatch nicht für die Herstellung von Silikon-Handyhüllen aus, muss zusätzlich ein Vulkanisationsmittel hinzugefügt werden. Farbmasterbatch und Vulkanisationsmittel werden anschließend in einer Gummimischmaschine gleichmäßig vermischt und dispergiert. Abschließend können die Hüllen in der gewünschten Größe und mit dem benötigten Gewicht zugeschnitten und weiterverarbeitet werden.

2. Formgebung

Die für die Silikon-Handyhülle benötigten Rohmaterialien sind vorbereitet und können nun in Form gebracht werden – ein Verfahren, das in der Branche als Vulkanisation bezeichnet wird. Zunächst wird die Form für die Silikon-Handyhülle in die Vulkanisationsmaschine eingesetzt und die erforderlichen Parameter wie Temperatur, Druck, Zeit und weitere eingestellt. Sobald die Maschine die gewünschte Temperatur erreicht hat, wird das vorbereitete Silikon-Rohmaterial in die Form gegeben und die Maschine zum Vulkanisieren eingeschaltet. Nach Ablauf der erforderlichen Aushärtungszeit ist das Silikon ausgehärtet und die Handyhülle hat ihre Form angenommen. Anschließend wird die Form geöffnet und die fertige Silikon-Handyhülle entnommen.

3. Trimmen

Nachdem die Silikon-Handyhülle aus der Form genommen wurde, weist sie noch einige raue Kanten auf, die das Erscheinungsbild beeinträchtigen. Diese müssen mit einer Klinge oder Schere entfernt werden. Dieser Vorgang wird als Glätten oder Kantenentfernen bezeichnet. Das Glätten der Silikon-Handyhülle ist eine rein manuelle Tätigkeit, die Sorgfalt und Geduld erfordert. Unachtsamkeit kann leicht zu unvollständigem Glätten führen und das Erscheinungsbild der Silikonhülle beeinträchtigen.

4. Sekundäre Schwefelzugabe

Um den Geruch des im Rohmaterial der Silikon-Handyhülle enthaltenen Brückenbildners zu entfernen und die Formstabilität der Hülle zu gewährleisten, wird ihr nach dem Zuschnitt Schwefel beigemischt. Dieser Vorgang wird üblicherweise zwei Stunden lang bei 180 °C in einem Vertikalofen abgeschlossen. Silikonhüllen, die nicht bedruckt oder lackiert werden müssen, können nach der zweiten Vulkanisation verpackt und versendet werden.


Veröffentlichungsdatum: 14. August 2023