Der Unterschied zwischen einkomponentigem und zweikomponentigem Silikonkautschuk

Silikon findet heutzutage immer breitere Anwendung im Alltag, und es gibt zahlreiche Silikonarten auf dem Markt. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen Einkomponenten- und Zweikomponentensilikon. Es bestehen große Unterschiede in ihren Anwendungsbereichen.

Die Leistungs- und Anwendungsunterschiede zwischen Einkomponenten- und Zweikomponenten-Silikon:

 Flüssigsilikon

Einkomponenten-Silikon:

Einkomponentenklebstoffe weisen in der Regel eine stärkere Haftung, Rissbeständigkeit, Dehnung, mechanische Festigkeit und Alterungsbeständigkeit auf, weshalb sie in der Praxis hauptsächlich für Teile, Gehäuse, Komponenten und verschiedene industrielle Anwendungen zum Kleben, Füllen, Stoßdämpfen und Abdichten mit lebenden Materialien eingesetzt werden.

 Flüssigsilikon-Rohmaterial

Zweikomponenten-Silikon:

Zweikomponenten-Silikon weist in der Regel eine bessere Fließfähigkeit auf, seine Haftfähigkeit und mechanische Festigkeit sind jedoch etwas geringer als die von Einkomponenten-Silikon. Daher wird es in der Praxis hauptsächlich zum Abdichten von wasserdichten Dichtungen, zum Vergießen und zum Abdichten von Spalten in Geräten verwendet.

 

Die Leistungs- und Anwendungsunterschiede zwischen Einkomponenten- und Zweikomponenten-Silikon:

 

Einkomponenten-Silikon:

Es handelt sich um ein einkomponentiges Silikon, das nicht vor der Anwendung gemischt, sondern direkt extrudiert werden kann. Allerdings härtet das einkomponentige Silikon nur durch die Luftfeuchtigkeit aus und kann nicht durch Erhitzen beschleunigt werden. Daher ist die Aushärtungszeit etwas länger. Bei einkomponentigem Vergusssilikon gelten bestimmte Anforderungen an die Dicke, die üblicherweise 6 mm nicht überschreiten sollte. Bei einer Dicke von mehr als 6 mm verlangsamt sich die Aushärtung erheblich. Durch mehrschichtiges Vergießen kann die Aushärtung beschleunigt werden.

 

Zweikomponenten-Silikon:

Es gibt zwei Komponenten, A und B, die im vorgegebenen Verhältnis gemischt werden müssen. Gängige Mischungsverhältnisse sind 1:1 und 10:1. Das Mischungsverhältnis hat keinen Einfluss auf die Eigenschaften des Zweikomponentenklebstoffs, jedoch ist ein Verhältnis von 1:1 für eine gleichmäßigere Vermischung vorteilhafter. Die Aushärtung des Zweikomponentenklebstoffs ist unabhängig von der Luftfeuchtigkeit. Bei einer Vergussdicke von über 6 mm härtet er schneller aus als Einkomponentenklebstoffe; dieser Vorgang kann durch Erwärmen beschleunigt werden.


Veröffentlichungsdatum: 14. Juli 2023